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Tinnitus

Definition

Er wird oft als Pfeifen, Rauschen, Zischen oder Klingeln beschrieben - der Tinnitus.
Etwa 25% der Deutschen waren bereits einmal von einem akuten Tinnitus (bis zu drei Monate) betroffen, dieser klingt jedoch meist nach kurzer Zeit von selbst wieder ab. Bei rund 13% jedoch bleibt der Ton dauerhaft und es kommt zu einem chronischen Tinnitus (über sechs Monate). Allerdings wird dieser nur von 2% der Bevölkerung als seelische Belastung wahrgenommen.

Entstehung

Häufig kann trotz eingehender Untersuchung durch verschiedene Fachärzte keine konkrete Ursache für die Entstehung des Tinnitus festgestellt werden. In den meisten Fällen wird von einer Schädigung des Innenohres oder der Halswirbelsäule ausgegangen. Aber auch Faktoren wie Stress, Medikamente oder Muskelverspannungen können Auslöser sein.

Der Tinnitus selbst gilt nicht als Krankheit, sondern als Symptom. Der entscheidende Unterschied zwischen Krankheit und Symptom liegt im Behandlungsansatz. Während man bei einer Krankheit versucht, die Ursache zu bekämpfen, kann der Tinnitus oft nur symptomatisch behandelt werden.
Aber auch wenn der Tinnitus selbst keine Krankheit ist, kann er Krankheitscharakter erhalten. So kann es bei schwerer Belastung zu Depressionen, Ängsten und Schlafstörungen kommen.

Der Tinnitus als Zentrum der Aufmerksamkeit

Nimmt der Tinnitus so viel Raum im Leben ein, dass man darunter leidet, sind viele komplexe Mechanismen dafür verantwortlich. Zwar kann der Tinnitus eine körperliche Ursache haben, doch hängt das Ausmaß, wie stark man unter ihm leidet, sehr von der gedanklichen Verarbeitung im Gehirn (Cortex) ab. Auf diese Weise entsteht schnell ein Teufelskreis: Tritt der Tinnitus auf, wird er als störendes Geräusch empfunden und zieht vor allem in Ruhephasen als ungewohntes Geräusch die Aufmerksamkeit auf sich. Gelingt es nicht sich durch andere Reize abzulenken und das Ohrgeräusch in den Hintergrund zu stellen, rückt der Tinnitus immer weiter in den Vordergrund der Aufmerksamkeit und gewinnt an Dominanz.

Lösungsansatz durch Tinnituskombi-Hörsysteme

Mit der Versorgung durch sogenannte Tinnituskombihörsysteme kann über verschiedene Lösungsansätze eine Linderung des Ohrgeräusches erzielt werden. Durch die Zugabe von  angenehmen Geräuschen soll die Wahrnehmung des Tinnitus gehemmt werden. So kann es bei manchen Betroffenen schon ausreichen ihre Umweltgeräusche verstärkt wiederzugeben, in anderen Fällen kann es sinnvoll sein ein zusätzliches Geräusch beizumischen wie z.B. eine Art Wellenrauschen (welches an eine entspannte Urlaubssituation erinnert).  

Dieses Prinzip lässt sich einfach am Bild einer Kerze verdeutlichen:
Stellen Sie sich eine Kerze in einem dunklen Raum vor. Die Kerze verbildlicht nun den Tinnitus. Ist der Raum dunkel, scheint die Kerze sehr hell, fast blendet sie und zieht die ganze Aufmerksamkeit auf sich. Schaltet man nun in diesem Raum das Licht an, empfindet man das Leuchten der Kerze als weniger hell. Zur Erklärung: Ist der Raum beleuchtet, sind mehr Sinneseindrücke vorhanden, es werden gleichzeitig verschiedene Dinge wahrgenommen. Automatisch richtet sich das Augenmerk nicht mehr nur auf die Kerze. So kann man den Vergleich zum Tinnitus ziehen – fehlen andere Geräusche, akustische Signale und Sinneseindrücke, erhält der Tinnitus eine größere Präsenz.                                                               

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Die ReSound Relief App bietet eine Kombination aus Klangtherapie und Entspannungsübungen. Sie kann optimal als Ergänzung zu einer Tinnitustherapie eingesetzt werden. Informieren Sie sich in einer unserer Filialen vor Ort!

 

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